Freitag, 1. August 2014

DAS Curry-Chutney

Jeder hat wohl seine kulinarischen Stichwörter, die den Körper leichterdings in appetitliche Schwingung versetzen. Umgekehrt gibt es genauso Schlagwörter, bei denen die gleichen Synapsen schlagartig die Jalousien runter lassen. Wende ich mich - dem hübscheren Anreiz zuliebe - in aller Regel ersterer Kategorie zu, so lasse ich euch heute hinter die runtergelassenen Rollos gucken... exemplarisch versteht sich.

Eines dieser *Gerichte*, die bei mir größtmögliches Desinteresse auslösen, ist *Chutney*. Das wird einfach nix mit uns zwei - am Ende ignoriert man sich doch... Sprich, in unserem Haushalt entwickeln sich derartig geflüllte Gläser zum Ladenhüter. Unverkäuflich, das die Erfahrung.

Wer mich also dazu bringt, ein Chutney zu machen, der muß zirkuserfahren sein, sonst irgendwie in der Illusions- oder Werbebranche tätig oder ein Naturtalent unter den Überzeugern. Wie so oft bestätigt die Ausnahme die Regel. Ein Chutney hat es bei uns tatsäschlich in die wiederholende Dauerschleife gebracht. Schon zu meiner Kochanfängerzeit pimpte es mir jedes Curry so, dass eine kleine Laola-Welle am Tisch entstand (mindestens ;). Wir reden also von einem dieser ganz wenigen Chutneys, die man wirklich brauchen kann. Welches Gemüse ihr für das dazugehörige Gemüse-Curry verwendet, ist schnuppe - was der Garten eben so anbietet...
Zutaten:

Mango-Paprika-Chutney*
1 Mango
1 rote Paprika
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Koriander, fein zerstoßen
1 Stück frischer Ingwer (walnussgroß)
Harissa
70g brauner Zucker
80ml Weißweinessig

Gemüse-Curry 2P:
3 Karotten, in Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zucchini,klein
1 Paprika (m: halb rot, halb gelb)
50g Kichererbsen, gekocht
Kokosnussöl
1 TL Gewürzpulver
300ml Tomaten, stückig
(m: ofengeröstete Tomaten)
200ml Kokosmilch

gekochter Reis
2 EL Mango-Paprika-Chutney 

Zubereitung:

Rote Paprika halbieren, mit Hilfe eines Sparschälers schälen, Strunk und Kerne entfernen, in Würfel (ca. 1 cm) schneiden. Mango schälen, vom Kern schneiden, ebenfalls würfeln. Knoblauch fein hacken, ebenso dn Ingwer, Zwiebeln würfeln, alles zusammen in etwas Ol glasig schwitzen.

Mango- und Paprikawürfel, Essig, Zucker und Gewürze zugeben. Kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 60 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Das Chutney soweit einköcheln lassen, bis die Konsistenz marmeladenähnlich ist. Noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Für das Curry das Gemüse rüsten. Die Zwiebel in etwas Kokosnussöl glasig dünsten, dann das Gemüse und das Curry zugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Tomaten und Kokosnussmilch anschütten, das Gewürzpulver untermischen und den Deckel auflegen. Etwa 15min dünsten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und 2 EL Mango-Paprika-Chutney abschmecken.

Zusammen mit gekochtem Reis servieren.

*Anmerkung m: Wer das Chutney auf Vorrat zubereiten möchte, bereite gleich die doppelte Menge vor und fülle es noch kochend Eis in sterilisierte Gläser (doppelte Menge ergibt etwa 3 Gläser) - es hält sich hervorragend, also beinahe ewig...
 ... kein Grund, stutzig zu gucken: auch in Südfrankreich sind die Akelei längst verblüht...

Mittwoch, 30. Juli 2014

John-Porno-Brötchen: Lutzens Kartoffelbrötchen

Kennt ihr nich, den gerngezückten, stets beschwingt vorgetragenen Evergreen unter den Guten-Morgen-Kalauern... anstelle von Bon giorno? Nee? Jetzt schon.

Kaum ein Buch wurde in der Foodblogszene so oft rezensiert wie Lutzens *Das Brotbackbuch*. All dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Was man an dem Buch zu bekritteln hätte, wurde mit der dazugehörigen Web-Seite ausgebügelt. Über dieser zusätzliche Arbeit kann man nur wie es sich gehört die Applaus-Robbe machen.

Selbst wenn man dem Buch bereits ansieht, dass sich Lutz sowohl in bäckerischem wie photographischen Können weiterentwickelt hat, so macht das nur Hoffnung auf eine kommende Fortsetzung - das wünsche ich Lutz und uns...

Ich habe mir aus Lutzens erstem Brotbackbuch die Kartoffelbrötchen zum Frühstück rausgesucht, denn Kartoffeln mag ich im Brot immer. Herausgekommen sind einfach herzustellende Brötchen, die wirklich ordentlich Kartoffeln enthalten, daher auch eine super Frischhalte-Qualität besitzen und sich prima aufbacken lassen. Tja, und da sie ohne Sauerteig auskommen, also... wer hat noch nicht, wer traut sich jetzt...?
Zutaten:

210g Weizenmehl (m: T65)
140g Roggen-VK
10g Salz
15g Olivenöl
450g Kartoffeln, roh (gekocht, gepellt: 365g)
60g Wasser
10g Frischhefe

Roggenvollkornmehl zum Wälzen

Zubereitung:

Kartoffeln kochen, pellen, abkühlen lassen, zerdrücken.

Alle Zutaten vermengen und 10min langsam kneten - der Teig ist anfangs sehr trocken, später wird er freucht, mittelfest (klebrig - ich habe noch einen Schluck Wasser dazugegeben).

Teig in einer geölten Schüssel für 9 Stunden in den Kühlschrank stellen (ca. 6°). Teig auf eine bemehlte Fläche geben, 8 Teiglinge abstechen, rundschleifen und in Roggenvollkornmehl wälzen.

Mit dem Schluß nach unten in einem bemehlten Leinentuch gehen lassen (etwa 1 Stunde bei 24°). Einschneiden: Längsschnitt von 1cm Tiefe.

Bei 230° mit Schwaden einschießen und fallend auf 200° 20min backen (m: 25min, letzte Minuten bei Umluft mit leicht geöffneter Tür).
... ja, das Wetter macht einen fertig...
Quelle: Lutz Geißen vom Plötzblog *Das Brotbackbuch*

Dienstag, 29. Juli 2014

Zucchini-Special - Zucchinisalat mit Parmesan, Rucola und Basilikum

Nicht nur die Markttische biegen sich unter der Last der Zucchini, sondern auch unsere Zucchinipflanzen im Garten schleudern uns wie abgesprochen gleichzeitig die Keulen nur so im die Ohren.

Wie gut, dass wir den ganzen Winter über im Entzug gelebt haben. Genau darum kann uns die Zucchini-Sindflut nicht einschüchtern - das überbordenden Angebot IST ein Angebot. Jedes Jahr freue ich mich, wenn ich ein neues Rezept für Zucchini entdecke, das uns gefällt. Wenn es dann noch so simpel ist wie dieses, ist die Freude doppelt so groß. Wer hätte geglaubt, dass Zucchini roh knackig und gut schmeckt. Ich gebe zu, es war bei mir tatsächlich Premiere. Wie gut, dass es Valentinas Kochbuch gibt - dort finden sich immer wieder schöne Anregung...

Damit euch ebenfalls nicht die Ideen ausgehen, hier ein kleines Best of meiner gesammelten Zucchini-Rezepte... Habt ihr im Gegenzug Zucchini-Favoriten für mich?
Zutaten 4P:

4 kleine, junge Zucchini
Saft von 1 Zitrone
6 EL natives Olivenöl extra, das gute
2 gehäufte EL fein geriebener Parmesan (m: gehobelt)
Meersalz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1 große Handvoll Rucola
1 kleine Handvoll Basilikum (m: Zitronenbasilikum)

Zubereitung:

Für das Dressing den Zitronensaft, das Olivenöl und den Parmesan verrühren und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. 

Die Zucchini schräg in feine Scheiben schneiden (das kann man auf dem Gemüsehobel erledigen) und in eine Schüssel geben. Den Rucola und das Basilikum untermengen und den Salat sparsam mit dem Dressing anmachen. Abschmecken und sofort servieren.

Wichtig ist, dass man es mit dem Dressing nicht übertreibt. Die Zutaten sollten nur ganz leicht mit der Sauce überzogen sein, nicht erschlagen werden.

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Montag, 28. Juli 2014

Tomatentarte 1'14

Was gibt es zum Kochen Inspirierenderes als schönes Gemüse? Bunte Tomaten sind doch einfach sonnige Fröhlichmacher, oder? Und wie überschwenglich hat die Natur einem einzigen Gemüse solch eine Artenvielfalt geschenkt. Tomate ist im Sommer Grundnahrungsmittel.

Im Garten versuchen wir ebenfalls eine bunte Auswahl an verschiedenen Sorten anzubauen. Auf Grund ihrer guten Ertragsfähigkeit (und bien sûr dem guten Geschmack) bekommt die Rose de Berne, eine rosane cœur de bœuf -ähnliche, mehrere Stauden zugeteilt; ebenso die tomate cerise (Kirschtomaten), nebst kleinen birnenförmigen, in verschiedener Couleur, sowie die Roma-Tomate, da diese sich zum Trocknen und Confieren besonders eignet.

Die Tomatensaion 2014 eröffnet das klassischen Alltagsgericht der Fränzis, die Tarte. Müßte ich mich zwischen Tarte und Quiche entscheiden (Quiche ist die mit dem Eierguß), dann nähme ich wohl eine Schlagseite zur Tarte ein. Ihre Schlichtheit hat es mir besonders angetan.

Auch hier wird die Tarte nach meiner alteingessenen Machart zusammen gesetzt, nämlich Schmuckseite nach oben - was ebenfalls nur die Tarte kann. Drunter versteckt sich der Geschmacksverstärker: ein selbstgemischter Tomatensenfs.
Zutaten:

Tarteteig:
200g Mehl
(40g davon durch Einkorn-VK ersetzt)
100g Butter
Salz
Piment d'Espelette
getrockneter Oregano
etwas kaltes Wasser

20g getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt)
3 TL Dijon-Senf
1 TL Honigsenf
3 TL frischer Thymian, klein geschnitten
Harissa

ca. 750g verschiedene, bunte Tomaten
Olivenöl
Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig auf diese Art vermengen und mindestens 1 Stunde eingewickelt kühl stellen.

Eine Tarteform buttern. Die getrockneten Tomaten für den Tomatensenf mit kochendem Wasser überbrühen und 15min ziehen lassen. Dann abschütten, klein schneiden, mit den anderen Zutaten mischen und pürieren.

Die bunten Tomaten je nach Größe halbieren od vierteln und entkernen. Den Tarteteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Tarteform derart auskleiden, dass ein kleiner Rand entsteht. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und 30min in die Tiefkühltruhe stellen.

Ofen auf 190° vorheizen.

Den Teigboden mit dem Tomatensenf bestreichen, die Tomatenstücke darauf verteilen, salzen und pfeffern. Mit Thymian bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

*Anmkerung m: der Tarteteig ist sehr dünn bemessen - für weniger Erfahrene auf geht auf eine Mehlmenge von 220g hoch (samt Butter dann auf 110g)

Sonntag, 27. Juli 2014

süße Aprikose-Ziegenfrischkäse-Alliance

Was liegt näher im Land des Ziegenkäses und der Aprikosen beide in einem süßen Moment zusammen zuführen. Eine nahezu phantastische Inspiration bot mir Daniel Humm, auch wenn der ursprünglich Ricotta verwendet - für ein Eis, in das ich mich verknallt habe. Eis mit Ziegenfrischkäse - eine geniale Idee. Dieses Rezept wird in die Dauerschleife meiner Angeberdesserts aufgenommen. Vereint mit Aprikose... ihr hört mich seufzen...

Obwohl das eigentlich mein Kritikpunkt Nummero 1 ist an David Humm *I ❤ NY*, nämlich die Aufwendigkeit vieler seiner Gerichte. Wie sich das eben für die gehobende Küche gehört (ihr erinnert euch, M. Humm ist drei Sterne bestückt) besteht ein Teller aus mehrere Komponenten. So finden sich in seinem Kochbuch auch einige Rezepte, wofür man eigentlich 5 verschiedene Speisen für ein einziges Gericht zubereiten muss. Und wenn selbst ich anfange zu schnauben, die ich nun nicht meine Zeit in der Küche mit der Stoppuhr bemesse, dann dürfte die Mehrheit bei vielen Vorschlägen einfach vorneweg aussteigen. Vielviel VIEL zu aufwendig. 

Auch wenn die Teller bildhübsch angerichtet sind. Als wäre eine Elfe vorher flatternd über den Teller getanzt und hätte dadurch festgelegt, was wo sein Plätzchen erhält. Ausgerechnet bei mir hatten die Elfen einen flugfreien Tag, mais bon... 

Womit ich direkt meinen ersten Kritikpunkt entkräftige. Denn bei aller Komplexheit der Ideen, die Daniel Humm anbietet, kann man sich prima davon nur Details rausfischeln - so wie ich. Das Rezept für das Ricotta-Eis beispielsweise wird ganz banal unter Grundrezepte gelistet. Ebenso das Aprikosenpüree. Außerdem bietet sein Buch durchaus sehr einfache Rezepte - ein Beispiel zeige ich euch das nächste Mal.

Heute aber lauter gute Einfälle für einen wunderherrlichen Sommerdessertteller, zu dem auch Britta einen Teil beigetragen hat. Und keine Sorge: ich bin mir dabei treu geblieben. Jeder Baustein für sich ist wirklich fix gebastelt.
Zutaten:

Ricotta-Eiscreme (m: Ziegenfrischkäse-Eis)*-**:
300ml Milch
240g Ricotta (m: Ziegenfrischkäse)
65g Zucker (m: 50g)
3 EL crème fraîche (m: 2 EL Mascarpone)
3 EL Gluskosesirup***
2 TL Zitronensaft
1 TL Salz

Alle Zutaten im Mixer pürieren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Durch ein Spitzsieb streichen, auf Eis abkühlen (m: weggelassen) und anschließend in der Eismaschine gefrieren lassen. (Tipp: im Gefrierschrank bis zu 1 Monat aufbewahren) - *Anmerkung m: die schönste Konsistenz hat das Eis direkt aus der Eismaschine/ **das Ziegenfrischkäse-Eis paßt zu Sorbets und marinierten Früchten besonder gut/*** Anleitung Glukosesirup, bzw. Invertzucker: hier

Aprikosenpüree (ergibt 120ml):
50g getrocknete Aprikosen
3 EL Orangensaft
150g frische Aprikosen (etwa 4-5 Stück)
2 EL Zucker
1 EL Glukosesirup
1 TL Zitronensaft
1/2 TL Salz
abgeriebene Schale einer 1/4 Zitrone

Die getrockneten Aprikosen (m: klein gewürfelt) mit dem Orangensaft in einem kleinen Topf fast bis zum Kochen bringen. In eine Schüssel füllen, mit Klarsichtfolie abdecken und 20min ziehen lassen. In einem anden Topf (m: anschließend gleicher) die frischen Aprikosen mit dem Zucker mischen und zugedeckt bei mittlerer bis starker Hitze kochen, bis sie gar sind, aber noch leicht fest. Den Glukosesirup einrühren und wieter kochen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist. Zitronensaft, Salz und Zitronenschale einrühren. Alles zusammen mit den eingeweichten Aprikosen im Mixer pürieren und durch ein Spitzsieb passieren. Auf Eis abkühlen (m: nicht gemacht) - im im Kühlschrank 1 Woche haltbar.
Zutaten Blondies (Backform m:29cm x 21cm)*:
210 g Butter
1 Prise Salz
250 g brauner Roh-Rohrzucker (m: evt. noch weniger 230g)
2 große Eier
2 EL Grand Manier
2 EL Orangensaft
250 g Mehl, gesiebt
1/2 TL Backpulver
1 Orange, Abrieb davon
1 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Kardamom
1 kleine Prise Nelken gemahlen
1 Prise Macis (Muskatblüte)
60 g ganze Mandeln, geschält
2 EL Zucker
1Pr Salz

Mandeln häuten, trocknen  und sehr grob hacken. In einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, den Zucker hinzugeben und karamellisieren lassen. Butter mit Zucker gut aufschlagen, die Eier, den Likör und das Mark der Vanilleschote hinzugeben und alles gut verrühren. Ofen auf 180° (0-/U-Hitze) vorheizen.

Das Mehl zusammen mit dem Backpulver und den gemahlenen Gewürzen nach und nach unterrühren, gerade so viel, dass alles gut vermischt ist, nicht zu lange verrühren. Ganz zum Schluss die Nüsse unterheben. In eine mit Backpapier ausgekleidete Brownieform geben (Achtung, der Teig ist ein wenig zäh) und gut glatt verstreichen. Zwischen 22-28 Minuten (m: 20-22) backen, rechtzeitig eine Stäbchenprobe machen, der Teig sollte nicht zu lange backen, sondern gerade durch sein. *Anmerkung m: schmeckt am besten 1-2 Tage durchgezogen.


marinierte Aprikosen
wie hier, nur länger bei mittlerer bis schwacher Temperatur in der Pfanne wenden, bis die Aprikosen durch sind.
Quelle: David Humm *I ❤ NY*,  Inspiration Blondies - Britta von kamafoodra

Freitag, 25. Juli 2014

Arabischer Linsensalat im französischen Marmeladenglas

Meine Küche paßt sich den Temperaturen an. Keine Küchenorgien. Auf keinen Fall mittags. Leichtes Essen, leichtes Zubereiten. Und es muß - spontan - mitnehmbar sein zum Draußen-Essen. Den Sommern muß man leben, so lange er dauert (Glückskeksspruch des Tages ;).

Hektische Bewegungen sollten ebenfalls vermieden werden: Linsen habe ich dank Günther im Vorrat. Für mein erstes Alb-Leisa-Gericht hatte ich die große verwendet - bereits ein voller Erfolg - nun kam die dunkelgrüne Alb-Linse zum Einsatz. Wieder nur feine Erfahrungen zu vemelden. Die Alb muß Geschmack haben.

Der Rest gibt der Garten her: ordentlich Kirschtomaten, tüchtig frische Kräuter - fertig. Es sei noch festgestellt, dass die Linse und Ras el Hanout wieder zu einem dieser Pas de Deux-Paare verschmelzen, auf die ich öfters zurück greifen werde (in der Warteschleife wartet bereits das nächste Beispiel). Und zur Salzzitrone kommen wir bei anderer Gelegenheit erneut...

Wer nun lüstern auf die hübschen, alten, französischen Marmeladengläser linzt, die ich vom Flohmarkt habe, den schicke ich umgehend ins geschmackvolle (UND käuflich zu erwerbende) Gold&Zierrat - Sammelsurium der Mlle Texte.

Zutaten 3P:

150g Linsen (m: die dunkelgrüne Alblinse*)
350g Kirschtomaten
1/2 Salatgurke
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1/2 Salzzitrone, in feine Streifen
1/2 Zitrone (Saft davon)
1 TL Ras el Hanout
1 TL Kreuzkümmel
4 EL Petersilie, mittelfein gehackt
3 EL Minze, mittelfein geschnitten
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
etwas Einlegewasser der Salzzitrone 
Zubereitung:

Die Linsen in mindestens doppelt soviel kaltem Wasser aufstellen und OHNE Salz gar kochen (dauert etwa 20min). 

Währenddessen die Gurke in Würfel schneiden, die Kirschtomaten halbieren. Kräuter waschen und hacken. Von der Salzzitrone das Fruchtfleisch entfernen und entsorgen und die Schale in sehr feine Streifen schneiden. Aus den restlichen Zutaten ein Dressing herstellen.

Die gargekochten Linsen abschütten und sofort mit der Marinade vermischen und mindestens 15min ziehen lassen.
*Anmerkung m: die dunkelgrüne Alblinse kann man hier bestellen.

Mittwoch, 23. Juli 2014

In der Badehose - Stromboli

Gibts doch gar nicht. Und dass mir als Pizza-Liebhaberin. Exisitert eine solche Pizza-Variante ohne mein Wissen. Allein der Name bringt meinen Appetit zum Brodeln: Stromboli. Ein Wort, das über die Zunge rollt. Man könnte von einem Pizzabaguette reden, aber das trifft es weit weniger wie die Mischung aus Pizza-Strudel und Calzone.

Beim Belegen darf man seinen Gefühlen freien Lauf lassen (ihr wißt, da stehe ich drauf). Ich habe ein Glas ofengeröstete Tomaten aus dem Regal gezogen - schwankte allerdings wahrlich schwer wie betrunken zwischem dem *Gemüseconfit*. Um eine weitere Kernentscheidung handelt es sich bei der gefüllten Mitte aus Mozzarella und grünen Oliven. Ansonsten gabs eine Schicht Salami mit Nüssen, ordentlich frischen Oregano und Comté.

Ist offensichtlich, dass der Stromboli schmecken muß, oder? Heiß aus dem Ofen zieht der Mozzarella nach allen Regeln der Käsekunst Fäden. Ich liebe Käsefäden. Nicht minder genial ist der Genuß eines ausgekühlten Stromboli. Und genau derart bekommt er von mir eine ganz heiße Empfehlung für jedes Picknick. Das wird euch aus den Händen gerissen, das verspreche ich euch. Als Dipp - der lediglich als Zusatzbonus dient - wurden die restlichen Ofentomaten verwendet. 

Durch und durch eine gute Idee! Und bereits erprobt an frischer Luft direkt an der schönen Gervanne - zusammen mit der Garanin-Gang...
Zutaten für 1 Rolle (2P)*:

Pizzateig nach Marlene
200g Mehl
125g Wasser
4g Salz
1g Hefe
(1TL Weizen-ASG, optional)
2 EL Olivenöl, klein

1 Glas Ofentomaten
100g Salami in Scheiben
100g Comté, gerieben
1/2 Mozzarella
2 EL grüne Oliven, gehackt
2 EL frischer Oregano, fein geschnitten
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Zubeitung:

Mehl, Salz und Hefe in eine Schüssel geben, Wasser lauwarm zufügen gut verkneten ca. 5 Min. dann Olivenöl langsam zugeben und unterkneten - insgesamt ca. 8 - 10 Min kneten

Eine ausreichend groß Schüssel leicht mit Olivenöl einölen, den Teig hineinlegen und mit einem Deckel (auch leicht innen eingeölt) oder mit Folie abdecken, ca. 1 Std. bei Raumtemperatur anspringen lassen und dann für mind. 12 Std. (besser länger) in den Kühlschrank stellen (m: 3 Tage vorher angesetzt)

Den Teig kann man einige Tage im Kühlschrank lagern, lassen sich also gut mehrere Portionen im voraus zubereiten, man entnimmt immer nur so viele Teig wie man gerade braucht.

Backofen rechtzeitig vorheizen mind. 250° - Backsteine oder Backblech ebenfalls vorheizen.

Die benötigten Teigmenge (m: alles, also die ganze Schüssel) entnehmen (
Der vorbereitet Teig hält sich im Kühlschrank ca. 8 -10 Tage) und abgedeckt Zimmertemperatur annehmen lassen ca. 30 – 60 Min (m: deutlich länger, etwa 2 - Stunden). 


Dann den Teig, mit Ruhepausen falls nötig, rechteckig und recht dünn ausrollen auf einer bemehlten Arbeitsfläche. Vor dem finalen Ausrollen bereits auf Backpapier legen. Ofentomaten mit etwas Harissa vermengen und dünn auf den Teig verstreichen. Die Salami darauf verteilen. Ebenso den Oregano. An der vorderen langen Kante den Stromboli mit Mozzarella und gehackten Oliven belegen. Die restliche Fläche den geriebenen Käse streuen. Nun von der langen Seite, die mit Extra-Mozzarella gelegt ist, den Stromboli einrollen. Die Enden gut verschließen.

Mit Öl bepinseln, mehrfach schräg einschneiden. Den Stromboli bei heißer Temperatur 10min backen, dann Ofen runterschalten auf 200 und weitere 15min backen.

*Anmerkung m: auf ein Backblech (m: mein Lochblech verwendet und nicht auf Stein gebacken), passen 3 Stromboli...
Quelle Pizzateig: Marlene - Inspiration Stromboli: Kyche
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