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Donnerstag, 30. November 2017

Just do it: Brokkoli-Erbsen-Suppe


Örggs, wenn man wenigstens bei M wie Mittelstufe einsteigen könnte. Aber nichts zäher als mit irgendetwas ganz von vorne zu beginnen. Das alte, physikalische Gesetz: eine Masse aus dem Stand in Bewegung zu setzten, kostet deutlich mehr Energie, als wenn die Kiste bereits Fahrt aufgenommen hat. Gut, manchmal bläst ein günstiges Prinzip (Anfängerglück) Rückenwind und erleichtert den Start. Verlassen kann man sich darauf nicht. Wenn ich an meine ersten, selbstgebackenen Brote denke. Schlimm. Ein Brikett jagte das nächste.

Oder meine Ängstlichkeit, wenn wir wieder für drei Monate im Winter aufbrachen - mein Zaudern vor dem Unbekannten, dem Ungewissen. Diese Nervosität ob alles gut geht. Meine Schwierigkeit, mich einzulassen auf das Andere, das nicht Vertraute. Ich fremdelte nicht schlecht. Mit den Jahren hat sich das deutlich gebessert: eine Nacht an einem anderen Ort und ich bin so gut wie angekommen. Alles nur Übungssache. Alles halb so wild, wenn die Taschen bereits etwas mit Erfahrung gefüllt sind.

Selbstredend habe ich dazu wieder einen passenden Goethe griffbereit: 
  *Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
   es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.*

Und gerade dieser Tage hatte ich ein Erlebnis, das mir eben diesen Zweizeiler mehr ins Bewußtsein hob. Seither hielt ich immer viel auf die Ahnungen der Menschen - unbewußt wissen die Menschen eigentlich alles. Ich dachte, das größte Hindernis wäre, sich Dinge bewußt einzugestehen. Aber selbst wenn dieser Schritt gemacht ist, selbst wenn die Wahrheit klar vor Augen steht, zieht das nicht zwangsläufig eine Veränderung nach sich. Leider. Denn es stolpert sich ein Schritt weiter immernoch mindestens ebenso gut über das Tun. Laut Bibel ja die Abschlußprüfung: *an den Taten werdet ihr gemessen*.

Sehr beeindruckt hatte mich - und das paßt hier finde ich auch sehr gut rein - wie der Habib in einem Gespräch mit Freunden meinte: *Ach, Talent, ich weiß nicht, ob darum nicht zu viel Gedöns gemacht wird. Hängt nicht viel mehr von deinem Willen ab. Wenn du etwas wirklich willst, dann zeigst du Disziplin, Ausdauer und die entsprechende Ernsthaftigkeit, um dich voran zu treiben.*

Und am Schluß ist es mal wieder ein Potpourrie aus vielen Mosaik-Stücken, bis sich etwas zu wandeln vermag. Nur von alleine tut sich in aller Regel nichts. Das Nike-Motto ist schon super: Just do it. Das klingt kinderleicht. Mut in seiner ganz zwanglosen, unverkrampften und unverkopften Art. Hüpf einfach, und wenns über dein eigenen Schatten ist...

Ihr hattet euch vorgenommen, deutlich mehr Gemüse zu essen. Dann habe ich den ultimativen Tipp für die Umsetzung: eßt mehr Suppe. In nullkommnix zusammen geworfen, füllt den Bauch, macht warm und wohlig, paßt perfekt in die Jahreszeit und ist so gesund wie lecker - bref: ideal.

Zutaten 2P:

400g Brokkoli
150g Erbsen (m: gefroren)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Gemüsebrühe
50ml Sahne
Salz, Pfeffer
1-2 TL Sherry-Essig
Piment d'Espelette
Rapsöl

Garnitur:
Chili-Öl
frischer Koriander

Zubereitung:

Die Zwiebel würfeln. Den Knoblauch vom Trieb befreien ( *hihi* - also wers kann) und ebenfalls klein hacken. Den Brokkoli in Röschen teilen, den Stiel schälen und klein schneiden.

Die Zwiebel in dem Rapsöl glasig dünsten, kurz vor Ende den Knoblauch zufügen und ebenfalls mitrösten. Die Korianderstiele klein schneiden und zusammen mit dem Brokkoli in den Topf geben, knapp mit Gemüsebrühe bedecken und bei kleiner Hitze weich garen. Sahne und 100g der Erbsen untermischen und nur kurz erwärmen, bis die Erbsen erhitzt sind (durchgekochte Erbsen schmecken nicht). Die Suppe fein pürieren und je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Sahne oder Brühe anschütten.

Mit Salz, Pfeffer und Sherry-Essig abschmecken. Zum Garnieren mit Chili-Öl beträufeln und mit Korianderblättchen bestreuen.

*Anmerkung m: die Sahne kann man sehr gut mit Kokosmilch ersetzen!
 

Kommentare :

  1. Die Suppe sieht sehr lecker aus :) In der kalten Jahreszeit esse ich gern Erbsensuppe, mit Brokkoli hab ich sie aber bisher nicht kombiniert.
    Liebe Grüße,
    Ela

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    1. Ganz schlicht, das Süppchen, aber in seiner Schlichtheit eben so lecker, dass ich gar nicht weiter daran rumschrauben wollte... Meine Empfehlung hat sie!
      liebe Grüße zurück...

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  2. kenne die Suppe bisher ohne Erbsen und werde sie mit deiner Variante bald probieren. Auch Suesskartoffelsuppe gehoert zu meinen Lieblingen als Wintermahl-
    zeit

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    1. Hast du, Mumbai, für deine Süsskartoffelsuppe ein bestimtes Rezept? Ich bin ja gerade volle auf Suppe UND ich hätte auch eine schöne Süßkartoffel zuhause. Also idealer Zeitpunkt für eine passende Inspiration ;)

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